Exkurs BurnoutAllgemeinzustand: ausgebrannt

Kaum ein Syndrom beschäftigt Deutschland seit den 2000er Jahren mehr als Burnout. Die rasant ansteigende Zahl der Betroffenen führte wegen der vielen Fehltage bis hin zur Arbeitsunfähigkeit zu hohen Kosten in der Wirtschaft – und zu vielen Fragen. Experten sind sich nicht einig darüber, ob Burnout an sich eine eigene Krankheit ist, mittlerweile wird es hauptsächlich als Zusatzdiagnose gestellt. Einig ist man sich dagegen bezüglich der Symptome: Burnout steht für „Ausgebranntsein“, heißt: totale Erschöpfung, emotional wie körperlich, damit einhergehend Antriebslosigkeit und teilweise stark eingeschränkte Leistungsfähigkeit bis zur Apathie.

Kaum ein Syndrom beschäftigt Deutschland seit den 2000er Jahren mehr als Burnout.

Oft geht der Diagnose Burnout ein Zusammenbruch voraus, meistens geht sie einher mit anderen psychischen Krankheiten wie Angststörungen oder Depressionen. Sie steht immer im Zusammenhang mit dem subjektiven Gefühl der Überlastung, das nicht mehr beherrscht werden kann und darum zum „Ausbrennen“ führt. Die Ursachen für Burnout sind vielfältig und können in einem Zusammenspiel aus persönlichen Eigenschaften, bestimmten Situationen und sogar gesellschaftspolitischen Aspekten wie Leistungsdruck entstehen.

Ursachen für Burnout

Einige Ursachen für Burnout

  • Stress, sowohl von außen einwirkender als auch selbstgemachter, z. B. durch Ehrgeiz und den Hang zur Perfektion
  • Psychische Vorerkrankungen
  • Überlastung
  • Hohe Arbeitsbelastung
  • Leistungsdruck
  • (Berufliche) Frustration 

Gefahr erkannt – Burnout gebannt?

Seit den 70er Jahren hat sich die Zahl der Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen in Deutschland versiebenfacht. Ein deutliches Warnsignal vor allem im Hinblick auf Arbeitsbedingungen, die geändert werden müssen. Und eine Herausforderung für Wirtschaft und Gesundheitssystem.

Ob man einem Burnout vorbeugen kann, ist fraglich. Was grundsätzlich jeder an sich beobachten kann und sollte, sind Veränderungen bzw. eine dauerhafte Verschlechterung seiner Verfassung. Auf ein gutes Allgemeinbefinden achten und wahrnehmen, wenn dieses in irgendeiner Form aus dem Gleichgewicht gerät, ist immer sinnvoll. An diesem Punkt kann man selbst noch gut gegensteuern und dafür sorgen, dass Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht kommen.

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